Wanderung auf den Heiglkopf (Heigelkopf) – ein unterschätzter Münchner Hausberg?

Nachdem wir wortwörtlich auf allen Hochzeiten des Jahres 2015 getanzt hatten, wurde es Mitte September wieder Zeit für eine kleine Bergtour zu Dritt am Wochenende. Obwohl mein Mann ein Münchner Kindl und in Wolfratshausen aufgewachsen ist, bin meist ich – die „Zuagroaste“ – für die Auswahl unserer Familientouren zuständig. Mein Mann kennt (leider) zahlreiche anspruchsvolle Touren in seiner Heimat, die meist nicht besonders familientauglich sind. Unsere Anforderung war eine leichte bis mittlere Halbtages-Tour in den Münchner Hausbergen, damit unsere Fahrtzeit überschaubar bleibt. Über den Umweg Blomberg bin ich auf den Heigelkopf (Heiglkopf) gestoßen. Nach kurzer Recherche hatte mich der erste Teil dieser Tourenbeschreibung auf hoehenrausch.de überzeugt. Die angegebenen 1:20 h Gehzeit auf den Heigelkopf (1.218 m) entsprachen genau unseren Vorstellungen.

Update: Einen Monat später waren wir im Oktober 2015 gleich nochmal auf dem Heiglkopf. Dieses Mal in Begleitung eines befreundeten und sehr talentierten Fotografen, dessen Fotos ich glücklicherweise teilen darf. Im September 2019 ist die zu diesem Zeitpunkt 4,5 jährige Räuberin das erste Mal selbst hoch gewandert. Diesen Bericht samt toller Fotos findest Du hier auf dem Blog: Weil es da oben so schön ist: Heiglkopf im Herbst 2015 und 2019. Aber nun weiter im Text über unsere erste Tour auf unseren „Hausberg“ im September 2015 mit leider ganz schlechter Smartphone Foto Qualität.

Heigelkopf Wegweiser kurz nach der WaldherrAlmSportlich bergauf zum Heiglkopf

Mit neun Monate alter Räuberin in der Bauchtrage haben wir knapp 1:15 h für den Aufstieg benötigt und sind dabei gut ins Schwitzen gekommen. Das lag nicht nur an dem milden Septembertag. Es geht nach dem Wanderparkplatz bei der WaldherrAlm sehr bald stetig bergauf bis zum Gipfelkreuz. Ganz untrainiert sollte man deswegen für diese Wanderung lieber nicht sein. Vielleicht wurde deswegen auf dem ersten Wegweiser kurz nach der WaldherrAlm auch 3 Stunden Gehzeit angegeben sowie wenig später (gefühlt keine 5 Minuten später) 2 1/4 Stunden, was dann doch übertrieben ist. Der Weg zum Gipfel ist sehr gut beschildert.

Oben angekommen haben wir bei einer Brotzeit ausgiebig den tollen Blick über das Isartal, aufs Brauneck und die Benediktenwand genossen. Für den Abstieg wanderten wir weiter Richtung Blomberghaus.

Blick zurück Richtung Heigelkopf von der Wackersberger Alm

Blick zurück Richtung Heiglkopf von der Wackersberger Alm

Der Münchner Stachus in den Bergen

Weiter ging es vorbei an der Wackersberger Alm (hatte geöffnet), der Bergstation der Blombergbahn und auf dem Kunstwanderweg bis kurz vor das Blomberghaus wo wir nach links bergab abbogen. Hatten wir bis zum Heigelkopf nur wenige andere Wanderer getroffen, umso mehr haben wir uns auf diesem Stück zum Blomberghaus wie am Stachus gefühlt.  Der Blombergbahn sei Dank (nicht).

Heiglkopf15-4-Abzweig zur Waldherralm

Kurz vor dem Blomberghaus der Abzweig links runter zurück zur Waldherralm

Aber kaum waren wir „von der Fußgängerzone“ bergab Richtung Wackersberg abgebogen, wurde es wieder angenehm ruhig. Wir ließen uns bergab treiben und hatten, noch bevor wir nach ca. einer Stunde den Wanderparkplatz wieder erreichten, beschlossen: Heiglkopf, wir kommen wieder!

Ausgangspunkt für die Wanderung: Wanderparkplatz bei der WaldherrAlm in Wackersberg, südlich von Bad Tölz

Kinderwagentauglich? Nein! Tuch, Bauchtrage oder Kraxe sollte es für die Jüngsten sein.

Einkehrmöglichkeiten (Öffnungszeiten prüfen!): WaldherrAlm, Wackersberger Alm, Blomberghaus

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3 Kommentare

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