Das erste Kinderfahrrad: Fahrradfahren lernen mit KUbikes

Es gibt unglaublich viele Dinge und Themen über die man sich nie Gedanken macht, bis es plötzlich relevant ist. So ging es mir beim Thema erstes Kinderfahrrad. Irgendwann wird die Räuberin ihr erstes Fahrrad brauchen, so viel war mir klar und das erschien mir nicht sehr kompliziert. Ein Kinderfahrrad eben. Vergangenen August wurde das Thema auf einmal bei uns relevant und war plötzlich gar nicht mehr so einfach. Die Lösung: KUbikes.

Mit ihren 2 3/4 Jahren hatte die Räuberin im August beschlossen, dass sie Fahrradfahren lernen möchte. Nein, nicht im Frühjahr 2018 mit dann 3 Jahren und ein paar Monaten wie ich das ganz grob im Kopf hatte, sondern jetzt. Glücklicherweise hatten wir von meiner Trauzeugin bereits ein kleines Kinderfahrrad geliehen bekommen. Das wusste die Räuberin auch, vielleicht war Fahrradfahren lernen deshalb so verlockend. Das geliehene Kinderfahrrad war ein standard Puky Fahrrad (12 Zoll) wie man es in unzähligen Farbvarianten vor Kindergarten & Co täglich stehen sieht. Also wurde das Puky Rad für einen ersten kleinen Test im Wohnzimmer vom Dachboden geholt.

Wann ist ein Kind alt genug zum Fahrradfahren lernen?

Die erste Ernüchterung: die Räuberin konnte trotz Einstellung der minimalst möglichen Sattelhöhe den Boden mit ihren Füßen kaum berühren, nur die Fußzehen hatten minimalen Bodenkontakt. Sie konnte nicht allein auf dem Sattel sitzend mit dem Fahrrad stehen. Ein sicheres Anhalten war so utopisch. Die zweite Ernüchterung: das Treten (wir haben sie gehalten) fiel ihr relativ schwer. Sie hatte die Koordination der Beine schnell erfasst, aber es ging für sie einfach schwer zu treten. Ihre Worte „das ist aber schwer“ haben dann unseren Test beendet und wir waren alle drei erstmal etwas ratlos. Ist die große Räuberin mit 2 3/4 Jahren einfach noch zu klein für ein Fahrrad? Sie liegt größtentechnisch relativ genau im Durchschnitt, ist also nicht besonders groß aber auch nicht klein für ihr Alter. Zusätzlich ist sie sehr schmal und liegt mit ihrem Körpergewicht doch deutlich unter dem Durchschnitt.

In den nächsten Tagen hat sie immer wieder eine Proberunde auf dem Fahrrad (gehalten durch uns) im Wohnzimmer eingefordert  und mehrfach betont, dass sie mit dem Fahrrad draußen fahren möchte. Wir haben ihr erklärt, dass das Puky Fahrrad zum Fahrradfahren lernen noch zu groß für sie ist. Stützräder waren für uns keine Option. Mein Mann und ich waren uns weiterhin unsicher, wie ernst die Räuberin das Thema wirklich meint und ob es wirklich bereits sinnvoll ist, nach einem passenden Fahrrad für sie zu schauen.  Bei Kindern sind es oft die Dinge, die man nicht besitzt, die am interessantesten sind. Und wenn die Sachen dann verfügbar sind, stehen sie in der Ecke und erhalten kaum Beachtung. Das wollte ich beim Fahrrad vermeiden und irgendwie hatte ich das ja auch erst fürs Frühjahr „eingeplant“.

Gewicht eines Kinderfahrrads im Verhältnis zum Körpergewicht

Trotzdem habe ich sehr bald die Suchmaschine angeworfen und bin neben dem Größtenthema prompt auf das Thema Gewicht eines Kinderfahrrads gestoßen. Das kleine Puky Z2 (12 Zoll) wiegt 9,5 kg. Das als „extra leicht“ beschriebene Puky ZL 12 dank Aluminiumrahmen „nur“ 8,6 kg. Das sind  70-75 % vom Körpergewicht der Räuberin. Was wäre, wenn mein Fahrrad um die 48 kg wiegen würde? Das könnte ich doch niemals bewegen. Und ans bergauf fahren möchte ich damit gar nicht erst denken. Abgesehen von dem gewaltigen „Gewichtsproblem“ ist das kleinste Puky auch zu groß für die Räuberin: das ZL 12 wird ab 96 cm Körpergröße und das Z2 ab 95 cm (Schrittlänge 42 cm) empfohlen. Die 95 cm hat die Räuberin erst diesen Januar bei der U7a mit 3 Jahren erreicht. Also müssen Alternativen her, falls wir ihr wirklich bereits ein Fahrrad kaufen wollen.

Da mich das Gewicht eines Kinderfahrrads sehr beschäftigt hat, lautete meine nächste Suche „leichtes Kinderfahrrad ab 3 Jahren„. Dabei bin ich auf die Webseite von kids-easy mit einem Kinderfahrradvergleich gestoßen. Die Seite ist zwar optisch gewöhnungsbedürftig aber sie war informativ und hilfreich für mich.

Gesucht: Leichtes Kinderfahrrad mit möglichst niedriger minimaler Sattelhöhe

Im Kinderfahrradvergleich von kids-easy waren mir die leichten KUbikes und woom Räder gleich sympathisch – vor allem optisch aber auch von den Eckdaten. Bei der Recherche bin ich auf weitere potentielle Hersteller leichter Kinderräder wie zum Beispiel Early Rider, Islabikes und Frog gestoßen. Da die Räuberin aber im Spätsommer mit noch nicht einmal 3 Jahren sehr früh dran war, wurde neben dem Gewicht des Kinderfahrrads auch die Fahrradgröße (speziell die minimale Sattelhöhe) ein K.O.-Kriterium. Aus diesem Grund bin ich bei meiner Recherche immer wieder bei KUbikes gelandet.

KUbikes 14 Tour

Gefunden: KUbikes 14-Zoll Kinderfahrrad ab ca. 92 cm Körpergröße (36 cm Innenbeinlänge) mit leichten 5,5 kg.

Nachdem die Räuberin bereits über 3 Wochen beim Thema Fahrradfahrenlernen hartnäckig geblieben ist, habe ich auf der KUbikes Händlerliste nach einem Fahrradladen in unserer Nähe Ausschau gehalten denn wir wollten größentechnisch auf Nummer sicher gehen, dass sie damit wirklich bereits fahren könnte. Bevor ich mit der Räuberin endlich zum Probe fahren zur Radsport Werkstatt nach Neuried gefahren bin, habe ich mich vorab telefonisch vergewissert, dass auch wirklich ein 14-Zoll KUbikes dort verfügbar ist.

Was ist wichtig beim ersten Fahrrad für den Nachwuchs?

Und dann war es fast wie Liebe auf den ersten Blick ;-). Die Räuberin konnte im Fahrradgeschäft ein oranges KUBikes 14 Tour testen. Am liebsten wäre sie damit gleich aus dem Laden gefahren. Ich musste sie natürlich noch ein bisschen festhalten, aber auf einmal ging alles ganz leicht für sie. Sie konnte auf dem Sattel sitzend fast vollständig mit ihren Füßen den Boden erreichen und sich so allein auf dem Fahrrad halten. Beim Puky ging das nicht.

Nun gab es noch eine weitere zu klärende Fragestellung zum mittlerweile fast schon komplexen Thema Kinderfahrrad: Rücktrittsbremse – ja oder nein? KUbikes hat keine, bei vielen anderen Hersteller wie zum Beispiel Puky ist eine Rücktrittsbremse standard. Meine Recherche hat ergeben, dass viele Experten (ob darunter auch „selbsternannte“ weiß ich nicht) von einer Rücktrittsbremse beim Radfahren lernen abraten. Erstens scheint das am Anfang nicht einfach für kleine Kinder zu lernen zu sein und Zweitens gibt es später bei größeren Fahrrädern auch keine Rücktrittsbremse, warum also überhaupt erst lernen.

Handbremsen geht beim KUbikes super leicht. Die Bremshebel lassen sich gut einstellen und die Bremskraft gut dosieren. Bei Puky gehen die Bremsen recht schwer und die Hebel sind für kleine Händer kaum erreichbar. Das ist vor allem dann ein Problem, wenn das Kind schnell reagieren muss.

Und nichts gegen Puky. Wir finden die kleinen Laufräder klasse und sie haben bei uns bisher hervorragend ihren Zweck erfüllt. Die Mini-Räuberin ist aktuell mit dem Puky Wutsch unterwegs und das Puky LR M steht schon bereit. Die große Räuberin hatte mit 1 3/4 Jahren das Laufrad fahren auf dem LR M gelernt und wir waren unglaublich viel damit unterwegs. Mit 2,5 Jahren ist sie dann auf ein innerhalb der Familie vererbtes Puky LR 1 umgestiegen.

KUbikes: Kinder-Bikes made in Deutschland

Das erste Kinderfahrrad wurde bei uns also ein KUbikes 14 Tour. Nach unserem erfolgreichen Test in der Radsport Werkstatt Neuried und erneuter abendlicher Beratschlagung mit meinem Mann, bin ich wenige Tage später mit konkreter Kaufabsicht hingefahren, denn die Beratung beim Test war gut. Da lasse ich mein Geld gerne bei einem lokalen Händler. Das wäre allerdings fast schief gegangen, denn mir wurde mitgeteilt, dass die ausgestellten Räder nicht zum Verkauf stehen und unser Wunschfahrrad beim Hersteller bestellt werden muss. Da haben die Räuberin und ich erstmal ziemlich enttäuscht dreingeschaut. Vielleicht hatte der Chef dann etwas Mitleid mit uns, als er glücklicherweise doch noch sagte „Okay, nehmt es mit.“.

KUbikes ist ein kleines Familienunternehmen aus dem Allgäu. Auf der Suche nach passenden Fahrrädern für die eigenen Kinder haben die beiden Kuisle Brüder (daher das KU bei KUbikes) den Mangel an wirklich guten und leichten Kinderfahrrädern erkannt und kurzerhand ihr umfassendes technisches Know How für die Entwicklung von eigenen Fahrradrahmen und -teilen genutzt. Daraus ist KUbikes entstanden. Neben den angebotenen „Out-of-the-box“ Rädern in jeder Größe wie unser KUbikes 14 Tour, können die Kinder-Bikes auch komplett individuell konfiguriert werden. Da schlägt das Tüftlerherz von jedem Bikefan höher. Ob das bereits für die kleinsten Kinderräder sein muss, weiß ich nicht. Was ich und der Ingenieur an meiner Seite richtig gut finden: jedes KUbikes wird komplett in Deutschland montiert.

KUbikes und woom im Vergleich

Seit unserem Fahrradkauf im August sind wir bereits einigen anderen KUbikes begegnet, sogar in unserem überschaubaren Ort. Und wir werden fast täglich auf das Kinderrad angesprochen, zuletzt sogar mit „Ist das ein woom bike?“. Von woom höre und lese ich momentan unglaublich viel, da läuft derzeit die Marketingmaschinerie auf Hochtouren. Auch das österreichische Unternehmen wurde von 2 Vätern gegründet, die mit dem vorhandenen Angebot an Kinderfahrrädern für ihre eigenen Kids nicht zufrieden waren. Herausgekommen sind ebenso coole leichte Kinder-Bikes. Abgesehen davon, dass mir und meinem Mann das Allgäuer Familienunternehmen KUbikes mit Montage in Deutschland etwas sympathischer war :-), kam für die Räuberin das woom 2 (14 Zoll) aufgrund der Größenempfehlung ab 95 cm vergangenen August noch nicht in Frage. Sonst wäre das vermutlich eine schwere Entscheidung zwischen den beiden coolen Kinderrädern geworden.

KUbikes 14 Tour vs. woom 3 (16 Zoll)

Optisch auf jeden Fall ein Unentschieden bei so coolen Kinder-Bikes: KUbikes 14 Tour vs. woom 3 (16 Zoll)

Da die fast ein Jahr ältere Cousine der großen Räuberin mittlerweile ein woom 3 (16 Zoll) fährt, hatten wir an Ostern Gelegenheit für einen kleinen, aufgrund des Größenunterschieds aber nicht ganz fairen Vergleichs der beiden Leichtgewichte unter den Kinderrädern. Cool und vor allem sehr leicht sind beide bikes. Das KUbikes 16 Tour wiegt 5,7 kg. Das woom 3 (16 Zoll) laut Webseite ohne Pedale 5,6 kg. KUbikes bietet wie schon bei den 14-Zoll Rädern drei verschiedene Standardkonfigurationen (Tour, MTB und superlight) sowie die komplett individuelle Konfiguration (CustomMade) an. Bei woom gibt es ein Fahrrad pro Größe und bis auf Farbe sowie Zubehör wie beispielsweise Fahrradständer und Radlicht keine weiteren Individualisierungsmöglichkeiten. Beide Kinderräder können direkt über die Webseite beim Hersteller bestellt werden.

Vergleich KUbikes 14 und woom 3

Neben dem Größenunterschied (KUbikes 14 Zoll und woom 3 16 Zoll), fällt optisch der höhere Lenker sowie die grüne Markierung an der rechten Handbremse (Hinterrad) bei woom auf.

Am woom bike gefällt mir der im Vergleich zu KUbikes etwas höhere Lenker, der mich sehr an mein erstes BMX-Rad erinnert. Auch am woom bike gibt es keine Rücktrittsbremse. Bei den Handbremsen hat man bei woom versucht, mit Hilfe von grüner Markierung an der Hinterradbremse den Kindern die Unterscheidung von Vorder- und Hinterradbremse zu erleichtern. Ob ein 3-4 jähriges Kind diesen Transfer bereits schafft, weiß ich nicht. Aus meiner Sicht ist erstmal wichtig, dass sie mit beiden Handbremsen bremsen und das Dosieren der Bremskraft lernen, ob vorne oder hinten spielt in dem Alter und der noch überschaubaren Geschwindigkeit keine große Rolle.

Jetzt könnte ich noch alle Geometriedaten und technischen Spezifikationen der beiden bikes auseinandernehmen, aber das überlasse ich lieber Experten. Auf den Webseiten sind alle Details sehr transparent verfügbar. Abschließend die nicht unwichtige Preisfrage. Beide 16-Zoll Kinder-Bikes gibt es ab 329 € zu kaufen – ein Unentschieden also. Aufgrund der zusätzlichen Individualisierungsmöglichkeiten kann bei KUbikes der Preis weiter nach oben steigen. Über 300 € für ein Kinderfahrrad, das ist auf den ersten Blick kein Schnäppchen und da kommt ein Puky doch etwas günstiger daher. Dazu kommt, dass die ersten Kinderfahrräder nicht länger als 1-2 Jahre gefahren werden, bevor schon wieder die nächste Größe her muss. Dafür erzielen beide Kinderräder vermutlich einen sehr hoch Wiederverkaufswert auf kleinanzeigen & Co und die Nachfrage nach den gebrauchten bikes ist groß.

Fazit: Fahrradfahren kinderleicht gemacht

Die gebotene Qualität rechtfertig meiner Meinung nach hier seinen Preis. Und wenn die Mini-Räuberin in ein paar Jahren zu groß für dieses Fahrrad ist, können wir sicher noch einen guten Preis auf dem Gebrauchtmarkt erzielen. Die große Räuberin liebt ihr KUbikes und hat das Fahrradfahren damit in wenigen Übungsstunden mit 2 3/4 Jahren gelernt. Seit Frühlingsanfang ist es nun ihr täglicher Begleiter in den Kindergarten und es gibt morgens auch keinen Weg daran vorbei. Und das obwohl es bei uns ziemlich hügelig ist und sie auf dem Rückweg zwei Berge bewältigen muss. Den ersten strampelt sie bereits verbissen hoch, beim zweiten wird (noch) tapfer geschoben.

Noch ein Tipp für den Fahrradkauf: Bei der Recherche für diesen Blogartikel bin ich auf die informative Webseite Kinderfahrradfinder gestoßen. Neben Tipps rund um das Kinderfahrrad im Blog, werden im Fahrradfinder nach Eingabe der Körpergröße und/oder Innenbeinlänge passende Kinderfahrräder mit ihren Eckdaten vorgestellt.

Transparenz: Dieser Beitrag wurde nicht von KUbikes unterstützt. Wir haben das Fahrrad zum UVP in der Radsport Werkstatt Neuried gekauft. Ich beschreibe in diesem Artikel unsere persönliche Meinung und Erfahrung.

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8 Kommentare

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  2. Marcellus

    Genau das gleiche „Dilemma“ hatten wir letzen Herbst mit der Kurzen: 2 3/4 und ein Auge auf das Rad der großen Freundin geworfen, welches wegen Radwechsel zur Verfügung stand. Laufradführerschein war schon lange in der Tasche, daher gab es mit der Balance und sogar mit dem Treten keine Probleme. So wurden die ersten Runden auf dem Rad gedreht und wir konnten es kaum fassen.

    Aber: Das Leihrad mit 12″ Rädern und vollkommen unpassender Geometrie in Verbindung mit dem hohen Gewicht haben es ihr nicht möglich gemacht selbständig anzuhalten bzw. loszufahren. Und das ist nunmal das A & O beim Radfahren. Da können Mama und Papa viel nebenher rennen um erst das Anfahren und dann nach hunderten (und schnellen!) Metern wieder das Anhalten zu ermöglichen…

    Über den Winter hat das Interesse nachgelassen und das Leihrad stand in der Tiefgarage. Die Zeit wurde genutzt um einige Zentimeter zuzulegen aber siehe da, auch im Frühjahr war an ein Fahren mit dem 12″ nicht zu denken. Beide Füße kamen zwar auf den Boden aber das Rad war so schwer in Schwung zu bringen, dass es mit dem Wechsel auf die Pedale nicht klappen wollte. So hat sich bei der Kurzen einiger Frust breit gemacht.

    Bei der Recherche nach einem „echten“ (Klein)Kinderrad kamen wir schnell zu den genannten Verdächtigen nur mit dem Erwerb ist es so eine Sache: Wenn bei ebay-kleinanzeigen mal eines im Umkreis von 100 km drin war, war es ebenso schnell wieder weg, trotz hoher Preise, welche in unserer Region nur marginal unter den Neupreisen lagen.

    Daher wurde es in unserem Fall ein woom 2 vom Händler, da das KuBike nicht so schnell verfügbar gewesen ist. Was soll ich sagen: Jeder der 300 Euros ist vergessen, seit die Kurze sich noch am Tag des Kaufs das Rad geschnappt hat, aufgestiegen ist und in die Pedale getreten hat! Mama und Papa mussten nicht halten, schieben oder rennen (puh!). Es sind seither zwei Wochen vergangen und es gibt keinen Tag ohne Radfahren: Kindergarten, Freibad, Einkaufen, Biergarten, …

    Ich kann nur jedem ans Herz legen, sich ein leichtes Rad für den Nachwuchs auszusuchen. Die Pukys waren vielleicht der Standard zu unserer Zeit, sind heute aber hinsichtlich Geometrie und vor allem Gewicht hoffnungslos veraltet.

    • Hallo Marcellus,
      danke für deinen sehr ausführlichen Erfahrungsbericht zum Thema erstes Kinderfahrrad. Da ging es euch sehr ähnlich wie uns. Super, dass ihr dank dem leichtgewichtigen Rad jetzt einen absoluten Bike-Fan zu Hause habt! Bei uns ist das Fahrrad weiterhin fast täglich in Gebrauch und es wird heiß geliebt. Spätestens nächsten Sommer werden wir uns wohl nach der nächsten Größe umsehen müssen, denn dann geht die Kleine auf 2 3/4 Jahre zu und sie scheint ihrer großen Schwester in Nichts nachstehen zu wollen… Mit 19 Monaten fährt sie jetzt das kleine Puky LR M Laufrad. Dieses Laufrad finden wir für die allerkleinsten Laufrad-Fans wirklich genial und das Gewicht ist echt ok.
      Viel Spaß euch weiterhin beim Biken!
      Liebe Grüße, Sue

  3. Wir sind auch KuBike-Fans! Im Laden wurde uns vom Verkäufer NATÜRLICH erst mal ein Pucky-Rad hingestellt. Damit kam unsere Große (3) überhaupt nicht klar. Zum Glück kam in dem Moment ein Bekannter in das Geschäft, der uns auf die KuBikes stupste. Unsere Tochter hat darauf binnen von 45 Minuten im Laden das Radfahren gelernt, mit alleine aufsteigen, anfahren und bremsen. Bäm! Damit sind die KuBikes bei uns ab jetzt gesetzt 🙂
    LG, Nicole

    • Hallo Nicole,
      na zum Glück ist euer Bekannter zufällig in den Laden gekommen! Das nennt man wohl Fügung :-). Leider ist es für mich nicht nachvollziehbar, warum euch vom vermeintlichen Experten (Annahme, dass Verkäufer im Fahrradladen dies sind) für eine Fahrradanfängerin ein Puky vorgeschlagen wurde, obwohl KUbikes daneben stehen.
      Viel Spaß beim Biken weiterhin!
      Liebe Grüße, Sue

      • Hallo Sue,
        ist mir auch ein Rätsel, zumal die KUbikes ja ein besseres Geschäft für die ist. Von daher müssen wir wohl die Annahme, dass es sich um einen Experten (oder guten Vertriebler) handelt, revidieren 😀
        LG, Nicole

  4. Schöner, ausführlicher Beitrag – es ist wunderbar zu sehen, dass immer mehr Leute sich intensiv mit dem Thema Fahrrad für Kinder auseinandersetzen und noch viel toller: das du aus freien Stücken über so ein komplexes Thema schreibst. Vielen Dank dafür. 🙂

    Ein Unterschied zwischen KUbikes und woom den viele Leute nicht wahrnehmen:
    Der Q-Faktor – also wie weit die Kurbeln auseinander sind unterscheidet sich.

    Ad grünen Bremse: ein Kind in dem entsprechenden Alter versteht grün von schwarz zu unterscheiden, oftmals allerdings nicht links oder rechts.

    Zur Transparenz: ich arbeite bei woom und bin Teil der „Marketingmaschinerie“ – aber aktuell besteht die Maschinerie aus mir alleine. 🙂

    • Hallo Marcel,
      ich freue mich, dass auch Experten auf meinen Erfahrungsbericht zu unserem ersten Kinderfahrrad aufmerksam werden. Danke für deinen Kommentar und den Hinweis zur Transparenz. 🙂 Und dir möchte dir zu einem klasse Job gratulieren. Kaum zu glauben, dass hinter all der Marken-Präsenz und eurem Social Marketing lediglich eine Person steht.

      Kannst du bitte den Q-Faktor noch kurz näher erklären, also welche Vor-/Nachteile für die Kids je Abstand dahinterstecken?

      Ich habe ja berichtet, dass unsere Große noch keine 3 Jahre alt war, als sie Fahrrad fahren gelernt hat. Zu diesem Zeitpunkt hätte für sie das Grün an der Bremse keinen Vorteil gehabt, denn der Transfer zur Bremsfunktion (bremse ich jetzt vorne oder hinten) war für sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich.

      Aus meiner Sicht sind KUbikes und woom zwei klasse Kinderräder. Wie im Bericht genannt, gibt es ja auch noch ein paar andere Hersteller mit leichten Kindermodellen. Ich hoffe, dass noch mehr Eltern vor Kauf des ersten Kinderfahrrads auf die Gewichts-Thematik aufmerksam werden.

      Viele Grüße, Sue

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