Ja, der April macht was er will. Das haben wir dieses Jahr bezogen auf das Wetter mal wieder zu spüren bekommen. Was für ein Aprilwetter! Die wirklich schönen Frühlingstage waren im Münchner Süden für meinen Geschmack rar und so hat es, auch aufgrund diverser Krankheiten zwischendurch, bis Mitte April gedauert, bis wir das erste Mal unsere Wanderschuhe für eine Frühjahrswanderung mit Blick auf einige Münchner Hausberge geschnürt haben. Und auch an diesem Samstag hatte uns der liebe Wettergott nur bis Mittag Zeit gegeben, dann war wieder Regen und Abkühlung für die nächste Tage angesagt. Wir waren dieses Mal mit der Kraxe unterwegs, aber die Wanderung ins Längental  zur Kirchsteinhütte (1.070 m) oder zur Hinteren Längentalalm (1.035 m) wäre auch mit Kinderwagen machbar.

Aufgrund der schlechten Wetterprognose haben wir von Arzbach kommend auf dem zweiten Wander-Parkplatz (auch beschrieben als „Kirchstein-Parkplatz“) geparkt und uns so ca. 20 Wanderminuten gespart. Für eine Wanderung mit Kinderwagen ist dieser zweite Parkplatz als Startpunkt zu empfehlen. Direkt am Parkplatz beginnt das steilste und damit schwierigste Stück der an und für sich einfachen Tour auf guter Forststraße.

Wanderer mit Kinderwagen könnten hier unter Umständen etwas aus der Puste kommen

Vom Wander-Parkplatz geht es zunächst steil bergauf Richtung Kirchsteinhütte. Wanderer mit Kinderwagen könnten hier etwas aus der Puste kommen. Die Anstrengung lohnt sich denn bald wird daraus eine gemütliche Schieberei mit schönen Bergblicken.

Wer hier den Kinderwagen schiebt, sollte eine gute Grundfitness mitbringen ;-). Ab der Abzweigung, der wir nach links Richtung Kirchsteinhütte folgen, wird das Schieben gemütlicher.

Der gemütlichere Teil der Tour mit Blick auf die Achselköpfe hat begonnen.

Der gemütliche Teil der Tour mit Blick auf die Kirchsteingipfel und Achselköpfe hat begonnen.

Seit Ende Februar läuft die Prinzessin und ist mittlerweile eine richtige Matschkind-Räubertochter mit ungebremstem Entdeckungsdrang. So war es nur eine Frage der Zeit, bis sie uns die ersten Signale gibt, dass sie raus aus der Kraxe möchte, um selbst laufen zu können. Auf Höhe der Gabriel-Alm war es dann soweit und unsere Wandergeschwindigkeit kam fast zum Stillstand. Es gab auf dem Weg einfach zu viele Steine zum Sammeln und die Frühjahrsblüher auf den Almwiesen links und rechts waren auch hochspannend!

Die ersten eigenen "Wander-Schritte"...

Die ersten eigenen „Wander-Schritte“…

Die letzten hundert Meter bis zur Kirchsteinhütte haben so etwas länger gedauert, aber es war toll. Wir haben ingesamt knapp 1 Stunde vom Parkplatz bis zur Kirchsteinhütte benötigt. Da wir eine Brotzeit dabei hatten, sind wir aber weiter gelaufen. Über der Probstenwand hingen bereits ziemlich dicke und dunkle Wolken und so haben wir ziemlich bald auf zwei großen Steinen mit schönem Blick ins Längental gerastet und dann den Rückweg angetreten. Im Sommer lohnt sich eine Wanderung bis zur Hinteren Längentalalm, die nur in der Almsaison bewirtschaftet ist. Auf der Rückfahrt hatten wir bereits in Arzbach die ersten Regentropfen auf der Frontscheibe. Sonnenwetterfenster perfekt genutzt!

Ausgangspunkt für die Wanderung: In Arzbach aus Richtung München kommend nach einer Kapelle rechts in die Längentalstraße abbiegen. Kurz vor einer Brücke befindet sich links der erste Wander-Parkplatz. Der zweite Wander-Parkplatz folgt ca. 1,5 km weiter bergauf.

Kinderwagentauglich? Ja, allerdings ist im ersten Teil der Tour eine gute Grundfitness notwendig. Der zweite Wander-Parkplatz ist als Startpunkt mit Kinderwagen empfehlenswert.

Einkehrmöglichkeiten (Öffnungszeiten prüfen!): Kirchsteinhütte, Hintere Längentalalm